Deich- und Sielacht: Wasser wird jetzt schon im Binnenland gespeichert

Vor dem Gebäude der Deichacht Moormerland und des Entwässerungsverbands Oldersum (von links): Verbandsingenieur Adolf Wilken, Oberdeich- und Obersielrichter Heiko Albers, SPD-Landtagsabgeordneter Nico Bloem, Eelke Smit (SPD-Ratsfrau im Moormerländer Gemeinderat), Dieter Jelting (SPD-Ratsherr und stellvertretender Ortsbürgermeister in Oldersum) und Sven Markus (SPD-Ortsverein Oldersum). Bild: Schröder

Oldersum – Der Entwässerungsverband Oldersum und die Deichacht Moormerland reagieren jetzt schon auf den beschleunigten Klimawandel und speichern mehr Wasser als früher im Binnenland. „Schutz vor Starkregen und Schutz vor Dürreperioden passen gut zusammen“, meinte Obersiel- und Oberdeichrichter Heiko Albers beim Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Nico Bloem. Dafür müssten aber alle technischen Anlagen und vor allem die Schöpfwerke auf dem aktuellen Stand sein und saniert werden. „Ich habe verstanden“, meinte Bloem. Begleitet wurde Bloem bei dem Termin von Eelke Smit (SPD-Ratsfrau im Moormerländer Gemeinderat), Dieter Jelting (SPD-Ratsherr und stellvertretender Ortsbürgermeister in Oldersum) und Sven Markus (SPD-Ortsverein Oldersum).

Albers stellte bei dem Besuch die Themen Meeresspiegelanstieg, Klimawandel, Teekabfuhr, Wolf und Energie in den Mittelpunkt. „Die Deiche sind derzeit hoch genug, wir müssen uns jetzt aber schon auf den schnelleren Meeresspiegelanstieg ab 2050 vorbereiten“, so Albers. Dazu Bloem: „Der Umweltminister hat mehr Geld bereitgestellt. Und ich bin sicher, dass das auch in den nächsten Jahren geschehen wird.“

Der bei Hochwasser angeschwemmte Teek macht allen Deichachten Schwierigkeiten. Albers warb dafür, die Verkuhlung – also das Verbuddeln – von Teek weiterhin zuzulassen – und rannte damit offene Türen bei Bloem ein: „Wir sind da dran“, meinte der Abgeordnete.

Albers berichtete von zwei Wolfsrissen Anfang Mai und fordere, die Wölfe von den Deichen fernzuhalten. „Auch da habe ich eine klare Haltung. Wenn der Wolf den Menschen zu nahekommt und den Küstenschutz wie auch die Landwirtschaft bedroht, muss er vertrieben werden“, so Bloem. Das sei auch mittlerweile Konsens in der Landesregierung.

Unterstützung versprach Bloem sowohl beim Therma Schöpfwerksanierung als auch beim Wunsch der Deichacht, „dass die Wasser- und Bodenverbände selber Storm erzeugen dürfen“. Auch bei der Forderung der Deichachten, den Klei für die Deicherhöhung über Schlickaufspülungen zu gewinnen, sieht Bloem positive Signale: „Alles spricht dafür – wir haben viel Schlick in der Ems und brauchen Klei für die Deiche. Ich erwarte eine Lösung in dieser Richtung“, so Bloem.